Über Engel

WIR LIEBEN EUCH

19„Eine Thematisierung der Engel ist seit dreihundert Jahren selbst den Theologen peinlich“, schreibt der Theologe und Priester Matthew Fox – und etwas weiter: „Alle religiösen Überlieferungen, die wir kennen, haben etwas über Engel, Geister und andere außermenschliche Wesen zu sagen. Buck Ghosthorse, ein spiritueller Lehrer der Lakota, sagte mir einmal: „Was ihr Christen als Engel bezeichnet, nennen wir Indianer Geister.“ Das ist ein gemeinsamer Boden, auf dem alle unsere religiösen Überlieferungen sich heute treffen können, in einer Tiefenökumene. Engel lassen sich nicht als buddhistisch, muslimisch, hinduistisch, lutherisch, anglikanisch oder römisch-katholisch benennen – sie sind überkonfessionell.“

Und auch wenn ich selbst nun Gefahr laufe, als peinlich, unprofessionell oder kindlich zu gelten: Ich glaube an Engel und habe erfahren, wie segensreich sie sind. Deshalb gehören sie zu mir und meiner Arbeit dazu und so will ich mich auch öffentlich dazu bekennen. Wissend, welche Wirkung das auf Menschen haben kann.

Engel zaubern ein Lächeln auf meine Lippen. Kaum sind sie da, spüre ich, wie sich meine Mundwinkel ein wenig heben, sich meine Grenzen auflösen und ich vollkommen wahrgenommen und angenommen bin. Ob das nun mein eigener Schutzengel ist, oder der einer Klientin, ein Erzengel oder ein Engel, der bei einer Behandlung einfach erscheint. Was mich jedes Mal mit fassungslosem Staunen erfüllt, ist die Weisheit ihrer Aussagen. Was aber, neben all dieser Weisheit immer spürbar ist, ist deren Liebe, die all ihre Aussagen durchdringt. Und dann ist da manchmal auch ein fast spitzbübischer Humor, der ihrer Weisheit und Liebe etwas Prickelndes verleiht.

Dialog mit Engeln heißt für mich staunen, weinen, lachen.
Für nichts bin ich in der Begegnung mit der feinstofflichen Welt so dankbar, wie für die Begegnung mit den Engeln.

Der wichtigste Satz war für mich: „Wir lieben Euch!“